Papageien und Aras geben Ton bei Symposium in Pantanalstadt Campo Grande an

6ara ararauna_0055In keinem Land der Erde gibt es soviel Papagei-Arten wie in Brasilien. Sie stehen derzeit im Mittelpunkt des internationalen Symposiums “Brasil: Terra dos Papagaios“ (Brasilien: Heimat der Papageien), zu dem sich derzeit im brasilianischen Campo Grande Ornithologen, Biologen und Studenten aus der ganzen Welt getroffen haben.

Campo Grande gilt als Eingangstor zum Pantanal, dem größten Feuchtgebiet der Welt. Sie gilt aber auch als Hauptstadt des Gelbbrustara. Die Araras-canindé haben längst die Herzen der Bewohner der Stadt erobert. Vor einem Jahrzehnt sind sie während einer extremen Trockenheit auf der Suche nach Nahrung in den Stadtbereich gekommen. Seitdem nisten sie dort in toten Bäumen und Palmen oder aufgehängten Nestern.

Um die Brut nicht zu stören, wird so Manchesmal der Verkehr umgeleitet, hängen Bewohner Warnschilder für Passanten auf und bewachen die Brutstätten. Mittlerweile stehen 64 Nistplätze unter Beobachtung. In den vergangenen fünf Jahren haben Biologen im Stadtgebiet zudem 200 Jungvögel der Gelbbrustara gezählt.

Jetzt sind dort die Parrot-Experten vereint, um über Maßnahmen und den Schutz der Papageien und Sittiche zu diskutieren. Vorgestellt werden über 20 verschiedene Studien, die sich um diese einzigartigen Vogelarten drehen. Zudem gibt es Exkursionen im Stadtgebiet und ins Pantanal um mehr über die Initativen zum Schutz der Gelbbrustara und der Blauen Ara zu erfahren.

Wie wichtig die Arbeit der Naturschützer und Vogelliebhaber ist, zeigt das Beispiel der Lear-Ara. Der kobaltblaue Vogel kommt lediglich in der trockenen Caatinga im brasilianischen Bahia vor und wurde beinahe ausgerottet. Durch das Eingreifen von Vogelfreunden und einer Nichtregierungsorganisation konnte ihr Bestand in den vergangenen zehn Jahren jedoch wieder von 400 auf 1.300 erhöht werden.

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Ähnliches gilt für den blauen Ara im Pantanal. Dort hat sich das Instituto Arara Azul der Vögel angenommen, das gemeinsam mit der Organisation Parrots International Veranstalter des ersten Papageien-Symposiums ist.

Brasilien ist Heimat der meisten Arten der Familie der Psittacidae. Bisher sind in dem südamerikanischen Land 82 verschiedene Arten dieser Sittiche, Papageien und Aras registriert worden. Allerdings sind 16 der Arten gefährdet oder vom Aussterben bedroht.

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AutorIn: Gabriela Bergmaier Lopes · Bildquelle: sabiá brasilinfo

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