Internationaler Tag des Baumes – 25. April

Der internationale Tag des Baumes wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts im an Bäumen armen Nebraska eingeführt. An diesem Tag beschäftigte man sich dort traditionell mit dem Einpflanzen von Baumsetzlingen.

Feigenbaum – Foto: sabiá brasilinfo

Am 27. November 1951 beschlossen schließlich auch die Vereinten Nationen diesem Beispiel zu folgen und den Tag des Baumes offiziell einzuführen. Er soll den Menschen die Bedeutung des Waldes verdeutlichen und sie zu seinem Schutz animieren. Der “Tag des Baumes” wurde in Deutschland, der Schweiz und in Österreich erstmals am 25. April 1952 offiziell übernommen.

Bäume sind Holz bildende Pflanzen von großen Ausmaßen, die normalerweise aus einem einzigen Stamm und seinen Abzweigungen eine Krone bilden. Wenn wir eine Landschaft betrachten, bemerken wir sofort, wie dominant die Bäume daraus hervorragen, und wir haben gelernt, dass sie auch die weitaus längste Lebensdauer aller Pflanzen besitzen.

Wie allen Pflanzen, verdanken wir den Bäumen eine bedeutende Produktion des für unsere Existenz so wichtigen Sauerstoffs. Allerdings sind auch die weniger imposanten Vertreter der Flora, wie Algen und sogar bestimmte Bakterien in der Lage, die Energie des Sonnenlichtes in chemische Energie und Kohlenstoff in organische Verbindungen umzuwandeln – diesen Prozess nennt man “Fotosynthese.

Ökologische und wirtschaftliche Bedeutung der Bäume

Außer der bereits erwähnten Fotosynthese kommt den Bäumen eine weitere Bedeutung im Ökosystem zu: Sie verhindern zum Beispiel die Bodenerosion durch ihr Wurzelgeflecht und verbessern die relative Luftfeuchtigkeit durch Verdunstung des Regenwassers.

Außerdem dienen die Bäume den unterschiedlichsten Spezies der Fauna als Unterschlupf und Behausung, und sie bieten einer Menge lebender Organismen willkommene Nahrung – inklusive des Menschen, denn der schätzt ihre wohlschmeckenden Früchte.

Der Nutzen der Bäume geht aber noch weiter, denn sie senken die Temperaturen in ihrem erhitzten Umfeld und bieten uns Schatten um ausruhen zu können – den auch die verschiedensten Tiere zu nutzen wissen. Und da die Bäume in der Natur durch ihre imponente Schönheit eine Augenwaide sind, hat sie der Mensch auch innerhalb seiner oft grauen Städte zur Dekoration seines Alltagslebens eingepflanzt.

Urchiger Baum – Foto: sabiá brasilinfo

Wirtschaftlich gesehen sind die Bäume auch von ganz besonderer Bedeutung – und einige davon noch bedeutender! Denn aus ihnen gewinnt man das Holz für die Konstruktion von Häusern und die Produktion von Möbeln – nicht zu vergessen die Cellulose aus der Verarbeitung ihrer Fasern, als Grundstoff für Papier und damit einem der bedeutendsten Meilensteine kultureller Entwicklung!

Schließlich gibt es sogar Baumarten, die der pharmazeutischen Industrie wertvolle Substanzen zur Herstellung von Medikamenten liefern.

Ohne Bäume hätten wir höhere Temperaturen, mit abnehmender Luftfeuchtigkeit, außerdem verlören wir unsere schattigen Plätze. Wir müssten plötzliche Erosionen des Bodens befürchten und das Absterben zahlreicher anderer Pflanzenarten und vieler Tiere, die direkt von den Bäumen abhängig sind. Und wir hätten zweifellos gewaltige wirtschaftliche Einbußen zu befürchten.

Wenn wir nachdenken, kommen wir zu dem Schluss, dass man die Bäume unbedingt schützen muss, und dass Kampagnen der Wiederaufforstung es wert sind, unterstützt zu werden. Unsere Umwelt zu schützen ist Aufgabe unserer ganzen Gesellschaft – ein jeder sollte seinen Teil dazu beitragen, damit die folgenden Generationen auch auf einem so schönen Planeten leben können wie wir heute!

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