Herausforderungen beim Leben und Arbeiten in Brasilien

Viele Menschen treffen den Entschluss auszuwandern. Sie möchten nicht mehr in ihrem Heimatland leben und irgendwo anders auf der Welt einen neuen Lebensmittelpunkt gestalten. Brasilien ist dabei nicht die erste Wahl, wenn es um eine Auswanderung geht. Wer jedoch schon das Vergnügen hatte und dieses Land besuchen durfte, wird die zahlreichen Vorteile kennengelernt haben.

In Metropolen wie Sao Paulo und Rio de Janeiro fällt die Jobsuche oft leichter (Foto: Dietmar Lang/IAP Photo)

Bevor man jedoch den Weg in das Unbekannte wagt und seine Heimat für ein anderes und neues Land verlässt, sollte man diesen Schritt genau organisieren und planen. Ohne diese beiden Faktoren wird es schwer, in Brasilien Fuß zu fassen und ein neues Leben aufzubauen wie es viele Deutsche im 19. Jahrhundert getan haben.

Auswandern nach Brasilien

Bereits vor der Auswanderung kann man einigen Papierkram erledigen. Das beginnt bereits bei der Abmeldung in Deutschland. Außerdem ist es wichtig, dass man einen Reisepass besitzt, wenn man nach Brasilien ziehen möchte.

Der Umzug und die Beauftragung einer entsprechenden Spedition muss ebenfalls Frühzeit geregelt werden. Die Möbel werden mit dem Schiff über das Meer gebracht. Das dauert im schlimmsten Fall mehrere Wochen. Daher ist die Organisation sehr wichtig.

In Brasilien selber muss man sich um eine entsprechende Wohnung kümmern. Außerdem brauchen Menschen, die länger als 90 Tage in dem Land sind, eine Aufenthaltsgenehmigung und müssen sich bei der Polizei melden. Denn eine Meldepflicht gibt es in Brasilien nicht.

Neben einem Bankkonto, einem Job und eine Krankenversicherung benötigen Einwanderer auch eine Steuerkarte. All diese Dinge werden direkt vor Ort erledigt. Wer sich mit der Landesprache ein wenig schwer tut, kann ein Übersetzungsbüro beauftragen.

Die Lebenshaltungskosten können nicht genau definiert werden. In den Großstädten ist es natürlich teurer als in den ländlichen Gegenden. Außerdem kommt es auch immer ein wenig drauf an, wie die Infrastruktur im jeweiligen Gebiet ist.

Berufe wie Techniker, Ingenieure, Bauunternehmer und auch Wissenschaftler werden immer gesucht. Das hat zum einen mit dem Ausbau der unterschiedlichen Gebiete als auch der zahlreichen Forschungen zu tun.

Aber auch in anderen Berufen muss man hier schnell eine entsprechende Arbeit finden, die kein arbeitsloser Brasilianer übernehmen kann. Denn ohne diese Arbeitsstelle bekommt man keine Genehmigung, sich dauerhaft im Land aufhalten zu dürfen.

Gerade bei einer Auswanderung ist das jedoch die Grundvoraussetzung. Ein soziales Netz wie in zum Beispiel in Deutschland gibt es nicht. Daher ist die Bedingung für den dauerhaften Aufenthalt so streng.

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