Im Bundesstaat Santa Catarina ist erstmals in diesem Jahr Schnee gefallen

Zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen (10. Mai) wurden in mehreren Orten der südbrasilianischen Bergregion Schneefälle registriert. Gleichzeitig sanken die Temperaturen deutlich unter den Gefrierpunkt. Besonders betroffen waren höher gelegene Gemeinden wie Bom Jardim da Serra, Urupema und Urubici. Dort wurden Tiefstwerte von bis zu minus 1,1 Grad gemessen.

Winterlandschaft im Süden – Foto: Mycchel Legnaghi/São Joaquim Online/FotosPublicas

Neben Schnee kam es auch zu gefrierendem Regen sowie zu sogenanntem Raueis. Dabei gefrieren feinste Wassertröpfchen aus Nebel sofort beim Kontakt mit Oberflächen und überziehen Bäume, Strassen und Fahrzeuge mit einer dünnen Eisschicht. Verantwortlich dafür ist eine starke Polarluftmasse, die derzeit über den Süden Brasiliens zieht.

Nach Angaben des Katastrophenschutzes von Santa Catarina bleibt die Kälte auch zu Wochenbeginn bestehen. In den höchsten Lagen der Serra Catarinense könnten die Temperaturen am Montagmorgen auf nahezu minus 5 Grad fallen.

Für die Region sind solche Werte aussergewöhnlich tief und führen regelmässig zu Frostschäden in der Landwirtschaft sowie zu Problemen auf Strassen in den Berggebieten. Meteorologen rechnen zudem damit, dass die Kältewelle bis mindestens Mittwoch anhält.

In weiten Teilen der Bundesstaaten Rio Grande do Sul, Santa Catarina und Paraná werden in den kommenden Nächten Temperaturen zwischen 0 und 5 Grad erwartet. In zahlreichen Orten dürfte es erneut Frost geben, stellenweise auch mit negativen Temperaturen.

In den Hochlagen des südlichen Plateaus sowie in den Gebirgsregionen an der Grenze zwischen Santa Catarina und Rio Grande do Sul könnten die Werte lokal sogar auf minus 5 bis minus 6 Grad sinken.

Begünstigt wird die starke Abkühlung durch trockene Luft, wolkenlosen Himmel und nur schwachen Wind. Diese Wetterlage sorgt in Südbrasilien für ausgedehnten Bodenfrost, der sich laut Wetterdiensten teilweise bis in den Bundesstaat Mato Grosso do Sul und in einzelne Regionen im Landesinneren von São Paulo ausbreiten könnte.

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