Die Zahl liegt rund 40 Prozent über dem bisherigen Rekordjahr 2024 und übertrifft das im Nationalen Tourismusplan gesetzte Ziel um 30 Prozent. Getragen wird das Wachstum von einer internationalen Promotionsstrategie, die den Tourismus als Motor für Beschäftigung und soziale Entwicklung in allen Regionen des Landes positioniert.

Brasilien hat einen historischen Meilenstein im Tourismussektor erreicht: Noch vor Jahresende verzeichnete das Land neun Millionen internationale Besucher. Damit wurde nicht nur der bisherige Rekord von 6,77 Millionen aus dem Jahr 2024 deutlich übertroffen, sondern auch die Prognose des Nationalen Tourismusplans (Plano Nacional de Turismo – PNT) 2024–2027 von 6,9 Millionen Ankünften klar überschritten.
Der Erfolg wurde am sogenannten „Turistómetro“ in Copacabana in Rio de Janeiro gefeiert – im Beisein des Präsidenten von Embratur, Marcelo Freixo, sowie Vertreterinnen und Vertretern des privaten Tourismussektors. Für kulturelle Akzente sorgten die Trommler der Sambaschule Mangueira, die symbolisch für die kulturelle Vielfalt standen, die jedes Jahr Millionen von Reisenden nach Brasilien zieht.
Zwischen Januar und November dieses Jahres steuerten internationale Besucher laut einer vom brasilianischen Zentralbank veröffentlichten Bilanz insgesamt 7,17 Milliarden US-Dollar zur nationalen Wirtschaft bei. Dieses Volumen liegt 8,41 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres und nähert sich bereits dem Gesamtwert von 2024, der bei 7,3 Milliarden US-Dollar lag.
Nach Angaben von Embratur-Präsident Marcelo Freixo ist das Ergebnis das Resultat einer gezielten Neupositionierung des Images Brasiliens im Ausland sowie einer strategischen Bearbeitung der wichtigsten Quellmärkte. „Es handelt sich um eine historische Zahl, die Arbeitsplätze, Einkommen und Entwicklung in allen Regionen des Landes schafft und den Tourismus als eine der zentralen Säulen unserer Wirtschaft stärkt“, betonte Freixo.
In den ersten elf Monaten des Jahres 2025 stammten die meisten internationalen Besucher aus folgenden Ländern:
- Argentinien: unangefochtener Spitzenreiter mit 3,1 Millionen Besuchern, ein Wachstum von 82,1 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2024.
- Chile: 721.497 Touristen (+24,4 Prozent).
- Vereinigte Staaten: 677.888 Besucher gegenüber 640.579 im Jahr 2024 (+5,8 Prozent).
- Uruguay: 487.514 Touristen (+37,2 Prozent).
- Paraguay: 454.327 Ankünfte (+14,4 Prozent).
Aus Frankreich reisten zwischen Januar und November dieses Jahres 262.949 Touristen nach Brasilien, verglichen mit 208.852 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Aus Deutschland kamen im selben Zeitraum 186.589 Besucher, nach 161.610 im Vorjahr. Aus Spanien wurden zwischen Januar und November 141.234 Touristen registriert, gegenüber 115.418 im entsprechenden Zeitraum des vergangenen Jahres.
Der Bundesstaat São Paulo bestätigte seine Rolle als wichtigste Eingangspforte des Landes und empfing zwischen Januar und November nahezu 2,5 Millionen internationale Touristen. Es folgten Rio de Janeiro mit 1,97 Millionen, Rio Grande do Sul mit 1,43 Millionen, Paraná mit 958.000 sowie Santa Catarina mit 651.000 Ankünften.
Mit Blick auf die kommenden Monate hob João Marcello Barreto, Präsident von Orla Rio, hervor, dass dieser Meilenstein die Zusammenarbeit zwischen öffentlichem Sektor und Privatwirtschaft weiter stärkt, um Qualität und Nachhaltigkeit der touristischen Dienstleistungen auszubauen. Zudem wird bereits mit einem anhaltenden Wachstum im Sommer 2026 gerechnet, gestützt durch eine steigende Ticketnachfrage in Richtung Rio de Janeiro sowie den Ausbau des internationalen Streckennetzes am Flughafen Galeão.
Der neue Rekord fällt mit der landesweiten Kampagne „Der Rekord im internationalen Tourismus ist der Stolz eines ganzen Landes“ zusammen. Die Initiative erzählt die Geschichten realer Menschen, die im Tourismussektor tätig sind, und zeigt auf, wie der internationale Tourismus unmittelbar zur sozialen Entwicklung und zum Einkommen Tausender brasilianischer Familien beiträgt.
Quelle: Embratur – Brasilianisches Fremdenverkehrsamt
