Copa América: Brasilien gewinnt gegen Covid-angeschlagenes Venezuela – Bevölkerung wenig interessiert

Brasilien hat mit einem 3:0-Sieg gegen Venezuela die Copa América 2021 eröffnet. Das Spiel fand im leeren Fußballstadion Mané Garrinche in Brasília statt, mit einem Team, das eigentlich gegen die Austragung der Meisterschaft ist und einem, das von einem Covid-19-Ausbruch geplagt ist.

Neymar – Foto: Lucas Figueiredo/CBF

Zwölf Mitglieder der venezolanischen Delegation sind bei ihrer Ankunft in Brasilien am Freitag (11.) positiv getestet worden, unter ihnen acht Fußballer. Sie befinden sich im Hotel in Isolation und sind ohne Symptome, wie es heißt.

Schon von Beginn an hat die Seleção das Spiel bestimmt. Nach etlichen verpatzten Chancen gelang den Brasilianern in der 23. Minute der erste Punkt mit einem Tor von Marquinhos. In der zweiten Halbzeit verwandelte Neymar nach einem Faul an Danilo einen Elfmeter in ein Tor. Der dritte Treffer kam von Gabigol kurz vor Spielende.

Schwer hatte es die angeschlagene Nationalmannschaft Venezuelas den Brasiliern nicht gemacht. Brasilien hat schon vorab als Favorit gegen Venezuela gegolten, das bei den Entscheidungsspielen für die Weltmeisterschaft den vorletzten Platz belegt. Stattdessen zeigte sich Brasilien wenig kreativ.

Brasilien ist erst vor zwei Wochen als Austragungsland für die Copa América eingesprungen, nachdem Kolumbien und Argentinien abgesagt hatten. Angesichts der Coronavirus-Krise in Brasilien sorgt dies nach wie vor für scharfe Kritik. Die gab es auch seitens der Seleção.

Etliche Sponsoren wollten ebenso auf eine Werbung in den Stadien verzichten. Auch die Bevölkerung scheint wenig an dem Fußballevent interessiert zu sein. Die TV-Übertragung des Eröffnungsspiels wurde lediglich von knapp 2,8 Millionen Zuschauern verfolgt.

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AutorIn: Gabriela Bergmaier Lopes

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