Núbia de Oliveira träumt weiter vom Sieg bei der São Silvestre

Núbia de Oliveira hat ihr grosses Ziel noch klar vor Augen. Nach Rang drei beim Internationalen São-Silvestre-Lauf in São Paulo 2025, bereits zum zweiten Mal in Folge, kündigte die 23-jährige Brasilianerin an, im nächsten Jahr noch stärker zurückzukehren. Ihr Traum bleibt der Gesamtsieg.

100. São Silvestre International Race (SP) Podium der Siegerinnen Kategorie Frauen – Foto: Paulo Pinto/Agencia Brasil

Mit 52:42 Minuten lief Núbia so schnell wie nie zuvor bei diesem Klassiker und war erneut beste Brasilianerin im Feld. Im Vorjahr hatte sie für Platz drei noch 53:24 Minuten benötigt. Es war ihr vierter Start bei der traditionsreichen Silvester-Strassenrunde. Sie betonte, wie wichtig ihr das Podium auch als Zeichen für Frauen im Sport sei, insbesondere für Frauen aus dem Nordosten Brasiliens. Eine Brasilianerin hat das Rennen zuletzt 2006 gewonnen.

Der Sieg ging diesmal an Sisilia Ginoka Panga aus Tansania. Bei ihrem Debüt gewann sie in 51:08 Minuten und beendete damit die seit 2016 andauernde Siegesserie kenianischer Läuferinnen. Zweite wurde erneut die Kenianerin Cynthia Chemweno in 52:31 Minuten, Platz vier ging an die Peruanerin Gladys Tejeda, Fünfte wurde Vivian Kiplagati aus Kenia. Panga musste nach dem Rennen medizinisch betreut werden, machte dafür aber die grosse Hitze verantwortlich.

Auch im Männerfeld landete der beste Brasilianer auf Rang drei. Fábio de Jesus Correia zeigte sich zufrieden, sprach aber offen über strukturelle Probleme. Es fehle weniger am Geld als an sicheren Trainingsmöglichkeiten. Ein brasilianischer Sieg im Männerfeld liegt inzwischen 16 Jahre zurück.

Gewonnen wurde das Rennen vom Äthiopier Muse Gisachew, der sich in 44:28 Minuten knapp vor dem Kenianer Jonathan Kipkoech Kamosong durchsetzte. Die Entscheidung fiel erst auf den letzten Kilometern. Gisachew sprach von einem taktisch klugen Finish, während Kamosong einräumte, das hohe Anfangstempo habe ihm am Ende die Kraft gekostet. Das Podium komplettierten die Kenianer William Kibor und Reuben Logonsiwa Poguisho.

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