Der brasilianische Skirennfahrer Lucas Pinheiro Braathen hat am Sonntag (18.) in Wengen für ein sportliches Ausrufezeichen gesorgt. Im Slalom beim Weltcup der Alpinen belegte er den zweiten Platz und schrieb damit Geschichte. Noch nie zuvor hatte ein Athlet aus Brasilien bei einem alpinen Weltcuprennen ein besseres Resultat erzielt.

Für Braathen war es zugleich bereits das vierte Podium in dieser Saison.
Auf der traditionsreichen Piste im Berner Oberland zeigte der 24-Jährige zwei hochkonzentrierte Läufe.
In der Gesamtwertung aus beiden Durchgängen kam er auf eine Zeit von 1:46.46 Minuten. Den Grundstein legte er bereits im ersten Lauf mit 53.39 Sekunden. Im zweiten Durchgang drehte er noch einmal auf und fuhr mit 53.07 Sekunden eine der schnellsten Zeiten des gesamten Feldes.
Am Ende fehlten Braathen lediglich 0.47 Sekunden auf den Sieger Atle Lie McGrath aus Norwegen, der mit 1:45.99 Minuten den Tagessieg holte. Ebenfalls aus Norwegen kam der Drittplatzierte. Henrik Kristoffersen sicherte sich mit 1:46.80 Minuten die Bronzemedaille. Das Podium war damit hochkarätig besetzt, umso höher ist Braathens Leistung einzuschätzen.
Mit dem zweiten Platz in Wengen unterstreicht der Brasilianer seine starke Form in diesem Winter. Im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo hat er in dieser Saison bereits drei Podestplätze gesammelt.
Neben dem aktuellen Erfolg fuhr er in Finnland im Slalom zu Gold und holte in Alta Badia in Italien Silber im Riesenslalom. Konstanz, Mut und technische Präzision machen Lucas Pinheiro Braathen derzeit zu einem der spannendsten Athleten im alpinen Weltcup.

