Freundschaftsspiel Brasilien vs Senegal im Testspiel in London

Die brasilianische Nationalmannschaft hat am Samstagnachmittag im Emirates Stadium gezeigt, wie weit sie auf dem Weg zur WM 2026 bereits ist. Mit einer geschlossenen, druckvollen Leistung setzte sich die Seleção verdient mit 2:0 gegen Senegal durch, ein Gegner, der zwar individuell stark besetzt ist, aber den hohen brasilianischen Rhythmus nur phasenweise mitgehen konnte.

Brasilien vs Senegal – Foto: Rafael Ribeiro/CBF

Schon vor dem Anpfiff war klar: Mit Kalidou Koulibaly als Abwehrchef und dem stets gefährlichen Sadio Mané verfügt Senegal über Spieler, die jede Partie prägen können. Doch Carlo Ancelotti, der die Brasilianer zunehmend mutiger und strukturierter auftreten lässt, entschied sich für eine hochstehende Formation und einen offensiven Ansatz.

Das Quartett Estêvão, Vinícius Júnior, Rodrygo und Matheus Cunha sollte früh anlaufen, Druck auf den Aufbau erzeugen und durch schnelle Kombinationen Räume öffnen, ein Plan, der schnell Wirkung zeigte.

Bereits nach drei Minuten brannte es erstmals lichterloh im senegalesischen Strafraum: Vinícius setzte sich über links durch, Estêvão erwischte den Abschluss nicht richtig, und Cunha jagte den Abpraller mit feinem Innenrist an den Pfosten. Der Stürmer blieb auffällig aktiv, setzte nach gut einer Viertelstunde per Kopf den nächsten Ball ans Aluminium, diesmal nach einer präzisen Flanke von Bruno Guimarães.

Nach mehreren verpassten Chancen war es in der 27. Minute dann so weit. Eine gestörte senegalesische Abwehraktion ließ den Ball am Strafraumrand frei liegen, Estêvão schaltete schneller als alle anderen und wuchtete den Ball mit dem linken Fuß ins Eck. Sein inzwischen vierter Treffer im Trikot der A-Nationalmannschaft und eine weitere Bestätigung seines steilen Aufstiegs.

Brasilien blieb am Drücker. In der 35. Minute gab es Freistoß an der Strafraumkante, Rodrygo servierte mit viel Gefühl, Casemiro nahm die Hereingabe im Fünfmeterraum stark an und schob überlegt zum 2:0 ein. Effizienter hätte die Seleção diese dominanten Minuten kaum nutzen können.

Nach der Pause wurde sichtbar, wie intensiv die erste Hälfte gewesen war. Der Druck auf Senegal ließ etwas nach, wodurch die Westafrikaner zu ihren besten Aktionen kamen.

Ederson musste zweimal aufmerksam eingreifen, doch ernsthafte Gefahr entwickelte sich selten. Ancelotti reagierte früh, brachte frische Kräfte und stabilisierte das Spiel wieder, sodass Brasilien die Partie kontrolliert zu Ende spielen konnte.

Am kommenden Dienstag wartet in Lille der nächste Test, diesmal gegen Tunesien. Wieder eine Chance, Abläufe zu verfeinern und den Formaufbau Richtung WM weiter voranzutreiben.

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