Der Auftakt erfolgt gegen Marokko am 13. Juni, gefolgt vom Duell mit Haiti am 19. Juni. Zum Abschluss der Gruppenphase wartet am 24. Juni Schottland. Nach der Auslosung sprach der brasilianische Nationaltrainer Carlo Ancelotti über die Gegner der Seleção. Er würdigte besonders den ersten Gegner Marokko und hob hervor, wie stark sich das Team in den letzten Jahren entwickelt hat.

Mit der Einteilung in Gruppe C war klar, dass Brasilien die Vorrunde an der US-Ostküste bestreiten wird. Wegen der sommerlichen Hitze in vielen Gastgeberstädten hatte die sportliche Leitung genau darauf ein wachsames Auge. Der Verband hofft deshalb auf Ansetzungen am Abend, zumindest für zwei Partien, damit die Bedingungen für Spieler und Fans erträglicher bleiben.
Ancelotti erwartet ein physisch anspruchsvolles Turnier und verweist auf die Stärke der Gegner. Er betont, dass das Klima zwar eine Rolle spiele, Brasilien aber vor allem deshalb gefordert sei, weil die Gruppe ausgeglichen und tückisch sei.
Gegen Marokko traf Brasilien in einer WM bisher einmal: 1998 in Frankreich stand am Ende ein klarer 3:0-Erfolg. Seitdem hat Marokko jedoch grosse Fortschritte gemacht. Der Halbfinaleinzug bei der WM in Katar ist noch präsent und gilt als historische Leistung für den afrikanischen Fussball.
Im ersten Test nach der WM 2022 setzte sich Marokko zudem mit 2:1 gegen ein brasilianisches Team unter Interimstrainer Ramon Menezes durch. Für Ancelotti ein deutliches Zeichen dafür, wie reif und selbstbewusst die Nordafrikaner auftreten.
Auf der marokkanischen Bank sitzt weiterhin der Erfolgstrainer Walid Regragui. Auch er blickt mit Respekt auf den Turnierstart. Er beschreibt die Partie als heikle Aufgabe für seine Mannschaft, ist aber überzeugt, dass auch Brasilien ein hartes Stück Arbeit vor sich hat.
Haiti ist nach 1974 erst zum zweiten Mal bei einer WM dabei. Das Land kämpft seit Jahren mit politischen und wirtschaftlichen Krisen. Umso bemerkenswerter ist die Qualifikation. Für viele Brasilianer ist das Land durch ein symbolträchtiges Spiel in Erinnerung geblieben: 2004 reiste die Seleção für ein Freundschaftsspiel zur Friedensförderung in die Karibik. Damals gewann Brasilien 6:0 und wurde später von der Fifa für diese Initiative mit dem Fair-Play-Preis geehrt.
Der letzte Gegner, Schottland, kehrt nach sechs verpassten Endrunden wieder auf die grosse Bühne zurück. Für Trainer Steve Clarke hat das Duell mit Brasilien eine besondere emotionale Note. Er erinnert sich an seine Kindheit, als Schottland 1974 dem amtierenden Weltmeister Brasilien ein 0:0 abtrotzte und durch eine Chance von Kapitän Billy Bremner beinahe sogar gewonnen hätte.
In späteren Begegnungen setzte sich Brasilien durch, zuletzt beim WM-Eröffnungsspiel 1998 in Frankreich. Es war bis heute die letzte Teilnahme der Schotten an einer Weltmeisterschaft. Sobald die Austragungsorte endgültig feststehen, plant der brasilianische Stab eine Inspektionsreise, um potenzielle Trainingsquartiere zu begutachten.
Für die letzte Testphase im März 2026 hat die CBF bereits zwei anspruchsvolle Gegner vereinbart: Frankreich und Kroatien. Beide Spiele finden ebenfalls in den USA statt, die genauen Stadien werden noch festgelegt.
Ancelotti betrachtet diese Partien als wertvollen Gradmesser. Er rechnet damit, dass der vorläufige WM-Kader bis dahin weitgehend steht und sieht die Tests als Chance, Feinabstimmungen vorzunehmen und den Rhythmus zu schärfen. Für ihn sind es ideale Prüfsteine, um zu sehen, wie stabil die Mannschaft auftritt und wo noch nachjustiert werden muss.
| Datum | Zeit | Ort | Gegner |
|---|---|---|---|
| 13.06. | 24.00 Uhr | New Jersey | Marokko |
| 19.06. | 03.00 Uhr | Philadelphia | Haiti |
| 24.06. | 24.00 Uhr | Miami | Schottland |
