Éder Militão muss sich einer Knieoperation unterziehen und verpasst die Weltmeisterschaft

Der Innenverteidiger von Real Madrid wird nach einer erneuten Muskelverletzung operiert und hat keine Chance, rechtzeitig für die WM 2026 fit zu werden.

Éder Militão – Foto: Rafael Ribeiro/CBF

Éder Militão wird bei der Weltmeisterschaft 2026 fehlen. Das berichtet die spanische Sportzeitung Marca. Der brasilianische Nationalspieler und Abwehrchef von Real Madrid steht vor einer Operation in den kommenden Tagen, nachdem er sich erneut eine Muskelverletzung im linken Bein zugezogen hat. Die voraussichtliche Rehabilitationszeit liegt bei vier bis fünf Monaten. Damit ist klar: Für das Turnier, das im Juni in den USA, Kanada und Mexiko beginnt, reicht die Zeit nicht.

Die Verletzung ereignete sich in der vergangenen Woche beim Liga-Spiel gegen Alavés, das Real Madrid gewinnen konnte. Militão musste das Feld mit sichtbaren Schmerzen verlassen. Detaillierte Untersuchungen bestätigten anschliessend eine Läsion im linken Oberschenkel, genauer im Bereich des Bizeps femoris. Zunächst setzte man intern noch auf eine konservative Behandlung.

Doch die erneute Verletzung an derselben Stelle brachte die medizinische Abteilung dazu, ihre Strategie zu ändern und eine Operation als sinnvollste Lösung zu wählen. Der Fall wiegt schwer, auch wegen der Vorgeschichte. Bereits Ende 2025 hatte Militão mit einer ähnlichen Blessur zu kämpfen und fiel damals fast vier Monate aus. Dass sich das Problem nun wiederholt, erhöht das Risiko langfristiger Schäden.

Die Operation soll deshalb nicht nur die aktuelle Verletzung beheben, sondern vor allem Rückfälle verhindern und die Grundlage für eine stabile Rückkehr legen. Der Eingriff wird in Finnland durchgeführt, bei Lasse Lempainen, einem international renommierten Spezialisten für Muskelverletzungen.

Die Rückkehr ins Mannschaftstraining wird derzeit frühestens für September oder Oktober erwartet. Das Ziel ist klar definiert: Militão soll zum Start der Saison 2026/27 wieder einsatzfähig sein. Für Real Madrid bedeutet das nicht nur den Verlust eines Schlüsselspielers im Endspurt der aktuellen Saison, sondern auch das Fehlen eines defensiven Fixpunkts über mehrere Monate hinweg.

Für die brasilianische Nationalmannschaft ist sein Ausfall ein herber Rückschlag. Militão war zuletzt gesetzt und galt als eine der tragenden Figuren in der Defensive. Ob als klassischer Innenverteidiger oder flexibel auf der Aussenbahn, seine Vielseitigkeit und Stabilität waren fest eingeplant.

Nun steht das Trainerteam vor der Aufgabe, kurzfristig Alternativen zu finden. Die finale Kaderbekanntgabe ist für den 18. Mai angesetzt. Bis dahin dürfte die Suche nach Lösungen im Abwehrzentrum ganz oben auf der Prioritätenliste stehen.

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