Der Traum vom sechsten WM-Titel lebt weiter. Brasilien hat sich am Montagabend in Houston mit einem hart erkämpften 2:1-Sieg gegen Japan für die Achtelfinals der Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert. Was zunächst nach einem unerwartet schwierigen Abend für die Seleção aussah, entwickelte sich zu einem emotionalen Kraftakt mit einem dramatischen Happy End tief in der Nachspielzeit.

Die Mannschaft von Carlo Ancelotti fand in der ersten Halbzeit kaum zu ihrem gewohnten Rhythmus. Ungenaue Zuspiele, fehlende Abstimmung im Mittelfeld und eine bemerkenswert mutige japanische Mannschaft sorgten dafür, dass die Südamerikaner lange Zeit nicht die Kontrolle über die Partie gewinnen konnten. Besonders im Spielaufbau unterliefen Brasilien mehrere Fehler. Einer davon führte direkt zum Führungstreffer der Japaner, die ihre taktische Disziplin und ihre enorme Laufbereitschaft eindrucksvoll unter Beweis stellten.
Die sogenannten Blauen Samurai agierten kompakt, verschoben intelligent zwischen den Linien und zwangen Brasilien immer wieder zu schwierigen Entscheidungen. Während die Japaner mit schnellen Umschaltmomenten gefährlich blieben, wirkte die Seleção zunächst ungewohnt nervös. Der Ball lief zu langsam, die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen waren zu gross und viele Angriffe versandeten bereits vor dem Strafraum.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich jedoch ein anderes Bild. Ancelotti reagierte mit taktischen Anpassungen, erhöhte den Druck über die Flügel und liess seine Mannschaft deutlich höher anlaufen. Brasilien gewann zunehmend die zweiten Bälle, kontrollierte das Mittelfeld und drängte Japan immer weiter in die eigene Hälfte zurück.
Mit wachsender Spielzeit nahm die Intensität der brasilianischen Angriffe zu. Die Seleção kombinierte schneller, beweglicher und mutiger. Die Japaner verteidigten leidenschaftlich, mussten jedoch immer häufiger in den eigenen Strafraum zurückweichen. Brasilien zeigte Geduld, liess sich trotz des knappen Rückstands nicht aus der Ruhe bringen und suchte konsequent nach den Lücken in der dicht gestaffelten Defensive.
Als sich die Partie bereits in die Verlängerung zu bewegen schien, folgte der Moment, auf den die brasilianischen Fans gewartet hatten. In der Nachspielzeit nutzte der eingewechselte Gabriel Martinelli seine Chance und erzielte den umjubelten Siegtreffer. Der Joker wurde damit zum Helden eines Abends, der die Widerstandsfähigkeit und den Glauben dieser Mannschaft eindrucksvoll unterstrich.
Der Schlusspfiff löste grosse Erleichterung aus. Brasilien steht in den Achtelfinals und darf weiterhin vom Hexa träumen. Dort wartet nun der Sieger des Duells zwischen Norwegen und der Elfenbeinküste. Die nächste Herausforderung steigt am 5. Juli in New Jersey.
Die Seleção hat gegen Japan nicht ihr schönstes Spiel gezeigt. Doch gerade in den K.o.-Runden einer Weltmeisterschaft zählen oft andere Qualitäten: Geduld, Charakter, mentale Stärke und die Fähigkeit, auch schwierige Spiele zu gewinnen. Genau diese Eigenschaften bewies Brasilien in Houston eindrucksvoll.
BRASILIEN 2 x 1 JAPAN |
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| Alisson; Danilo, Marquinhos, Gabriel Magalhães und Douglas Santos; Casemiro (Fabinho, in der 90′), Bruno Guimarães (Danilo Santos, in der 96′) und Lucas Paquetá (Endrick, Rayan, Matheus Cunha (Gabriel Martinelli, in der 75′) und Vini Jr. | |
| Tore:Sano (28′), Casemiro (54’) und Gabriel Martinelli (90’+4′) | |
| Gelbe Karten: Casemiro und Danilo Rote Karten: Keine |
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2 x 1
JAPAN