Goldenes Löwenäffchen

Zuletzt bearbeitet: 6. Januar 2013

Der kleine Primat ist endemisch in Brasilien – der Volksmund hat ihm verschiedene Namen gegeben, wie “Mico-leão-dourado“ (Goldenes Löwenäffchen) – “Mico-leão-vermelho“ (Rotes Löwenäffchen) “Sagui-piranga“ – “Sauí-vermelho“ und “Sauím-piranga“ – er fällt mit seinem orangeroten Fell im Grün des Waldes besonders auf – so sehr, dass er in den 60er Jahren durch Jäger fast ausgerottet wurde.

Leontopithecus rosalia
Egad!
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Golden Lion Tamarin
Goldgelbes Löwenäffchen
Face of the Rain Forest
Golden Lion Tamarin
Golden Lion Tamarin
Tamarino León Dorado (Leontopithecus rosalia)
Monkey on the Ropes
Golden-lion Tamarin (1) - 15 May 2019
Golden-lion Tamarin (2) - 15 May 2019
Goldenes-Löwenaffchen
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Portugiesisch: Mico-leão-dourado
Deutsch: Goldene Löwenäffchen
Spezies: Leontopithecus rosalia
Familie: Callitrichidae (Krallenaffen oder Krallenäffchen)
Ordnung: Primates (Primaten oder Herrentiere)

Vorkommen
Im Bundesstaat Rio de Janeiro, begrenzt auf die Distrikte Silva Jardim, Rio Bonito, Casimiro de Abreu, Rio das Ostras, Cabo Frio, Armação dos Búzios und Saquarema.

Lebensraum
Atlantischer Regenwald.

Nahrung
Waldfrüchte, Harz bestimmter Bäume, Insekten und kleine Wirbeltiere.

Fortpflanzung
Die Tragzeit dauert zirka 120 Tage. Normalerweise sind die Neugeborenen Zwillinge. Die Tiere erreichen die geschlechtliche Reife etwa nach 24 Monaten. Sie können sich bis zu zweimal pro Jahr reproduzieren – zwischen September und November und zwischen Januar und März.

Populations-Status
Stark bedroht!

Beschreibung
Der Atlantische Regenwald, welcher dermaleinst ein Gebiet von 1,3 Millionen Quadratkilometern, in 17 Bundesstaaten Brasiliens, bedeckte – das sind 15% des nationalen Territoriums – besteht heute aus kärglichen Resten, die nur noch 8% des ehemaligen Gesamtes ausmachen! Und in diesem Rest-Szenario lebt das Goldene Löwenäffchen – mit einem weiteren gravierenden Faktor: nur in der Umgebung einiger Städte des Bundesstaates Rio de Janeiro.

Auf der Erhaltung seiner Existenz lasten die Waldrodung, die Expansion der Landwirtschaft und die Urbanisierung dieser Gebiete. Die Grenzlinie seines Habitats befindet sich nur 100km vom Stadtzentrum Rio de Janeiros!

Und um das Ganze weiter zu komplizieren: Die Äffchen sind in kleinen Waldinseln isoliert – weniger als 1.000 Hektar – was im Endeffekt einer genetischen Isolation gleichkommt, und das macht sie besonders verletzlich für die endgültige Ausrottung!

Goldene Löwenäffchen bringen ein durchschnittliches Gewicht von 600 Gramm auf die Waage. Sie leben im Allgemeinen in familiären Gruppen von 6 bis 14 Individuen. Sie sind nur tagaktiv. Nachts schlafen sie in Hohlräumen der Bäume oder dem Gewirr von Lianen. In freier Natur leben sie etwa 8 Jahre – dies bedeutet ein weiteres Problem zur Erhaltung ihrer Art.

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