Die beruhigende Wirkung der Passionsfrucht kommt aus den Blättern

Zuletzt bearbeitet: 22. Juni 2022

Die meisten beruhigenden Substanzen sind in den Blättern enthalten; in Brasilien gibt es mehr als 150 Arten der Passionsfrucht: Die Früchte haben unterschiedliche Farben, Formen, Größen und Geschmacksrichtungen.

Passionsfrucht – Foto: Maike Asmussen auf Pixabay

Kennen Sie die Behauptung, dass Maracujasaft beruhigt? Nun, dann sollten Sie jetzt die Wahrheit erfahren. Die Früchte sind zwar wohlschmeckend und erfrischend, aber die wohltuende Wirkung liegt vor allem in den Blättern!

„Die Blätter und Wurzeln der Pflanze enthalten Substanzen, die Alkaloide und Flavonoide genannt werden und die zusammen auf das zentrale Nervensystem einwirken, indem sie die Hirnaktivität reduzieren und folglich entspannend wirken“, erklärt die Kräuterspezialistin, die aufzeigt, wie man die medizinischen Eigenschaften der einzelnen Teile der Pflanze nutzen kann.

Passionsfruchtschalen

Der Verzehr des aus den Schalen hergestellten Mehls kann die Darmtätigkeit fördern und den Blutzuckerspiegel senken, was Diabetikern hilft. Das vitaminreiche Produkt bekämpft die Blutarmut, stärkt die Knochen und die Vitalfunktionen des Organismus.

Blätter und Stängel

Sie enthalten Stoffe, die auf das zentrale Nervensystem wirken und die für die Passionsfrucht so charakteristische Entspannung hervorrufen. Die Elemente haben eine ähnliche Wirkung wie starke Beruhigungsmittel, mit Ausnahme der Passionsfruchtperle, die im Cerrado vorkommt und auch in ihrem Fruchtfleisch beruhigende Elemente enthält.

Samen

Ja, sie haben auch medizinische Eigenschaften! Sie sind reich an Stoffen, welche die Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützen, wirken der vorzeitigen Alterung entgegen und sind wirksam gegen degenerative und chronische Krankheiten.

Wissen Sie, woher die Passionsfrucht stammt?

Die “Passiflora edulis“ stammt aus dem tropischen Amerika und ist die Frucht des Passionsfruchtbaums, einer Pflanze der Gattung Passiflora. Ihr brasilianischer Name “Maracujá“ ist indigenen Ursprungs (Tupi) und bedeutet „kürbisförmiges Essen“. Die Ernte erfolgt in der Regel sechs bis neun Monate nach der Aussaat.

Allein in Brasilien gibt es mehr als 150 Arten der Passionsfrucht, aber nicht alle sind essbar. Hierzulande werden sechs von ihnen am häufigsten konsumiert.

Passionsfrucht

Die Frucht kann bis zu 3 kg wiegen: „Sie wird zur Behandlung von chronischem Alkoholismus, Asthma, kindlichen Krämpfen, Durchfall, Kopfschmerzen nervösen Ursprungs und Husten desselben Ursprungs empfohlen“, erklärt die Kräuterspezialistin.

Passionsfrucht aus dem Cerrado

Diese Frucht, die als “Perle des Cerrado“ bekannt ist, hat nichts mit der traditionellen Passionsfrucht gemein, weder im Aussehen noch im Geschmack. Sie ist in der Regel süßer und weniger säurehaltig als die gewöhnliche Passionsfrucht.

Passionsfrucht – Foto: sabiá brasilinfo

Lila Passionsfrucht

Sie hat eine lila Schale und orangefarbenes Fruchtfleisch. „Es hat beruhigende und schlaffördernde Eigenschaften. Es ist vergleichbar mit “Oxazepan“, einem herkömmlichen Medikament gegen Schlaflosigkeit“, sagt die Spezialistin.

Die Kräuterspezialistin erzählt auch, dass die Art zur Behandlung des Paniksyndroms verwendet wird, „und dass sie auch ein ausgezeichnetes Schmerzmittel gegen Zahnschmerzen ist“!

„Zu den häufigsten Arten gehören auch die “Süße Passionsfrucht“, die, wie der Name schon sagt, weniger sauer ist, und die “Strauchpassionsfrucht“, die eine grüne Schale hat und sauerlicher ist“, fügt sie hinzu.

Neugierde

Die Passionsblume wird oft als Analogie zur Passion Christi verwendet. Das liegt daran, dass die Jesuiten, die zur Zeit der Entdeckung Brasiliens hierher kamen, von der Schönheit der Blume beeindruckt waren.

Aufgrund ihrer Form wurde sie schließlich mit der Dornenkrone Christi in Verbindung gebracht. „Diese Legende rührt hauptsächlich von den Eigenschaften der bekanntesten Blüte her, die weiß mit einem violetten Schimmer ist“, erklärt Denise.

Starker Tee

Für die Zubereitung von Tee aus Passionsfruchtblättern gibt die Heilpflanzenexpertin wichtige Tipps.

„Bei der Verwendung der Art Passiflora edulis wird zum Beispiel 1 Teelöffel (oder 4 bis 6 Gramm) gehacktes frisches Blatt auf 1 Tasse Wasser gegeben. Sie können 3 bis 4 Tassen pro Tag zu sich nehmen, das entspricht 500 ml“, erklärt sie.

Bei manchen anderen Passionsfrüchten ist es angezeigt, das getrocknete Blatt zu verwenden. „1 Teelöffel (oder 2 Gramm) auf 1 Tasse kochendes Wasser. Sie können bis zu 300 ml pro Tag einnehmen“.

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AutorIn: Klaus D. Günther

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