Die Bundesjustiz im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso hat die Union und die Stiftung für die indigenen Völker Brasiliens (Funai) verpflichtet, das Demarkierungsverfahren für das indigene Territorium des Volkes Kajkwakratxi, auch als Tapayuna bekannt, innerhalb von 24 Monaten abzuschliessen. Der zuständige Bundesrichter ordnete zudem die Zahlung von 10 Millionen Reais als...
weiterlesen »Die Gewalt gegen indigene Gemeinschaften im brasilianischen Amazonasgebiet hat eine neue, erschütternde Dimension erreicht. Was seit Jahren als schwelender Konflikt in den Tiefen des Regenwaldes gärt, entwickelt sich zunehmend zu einer humanitären Krise. Der jüngst veröffentlichte Atlas der Gewalt 2026 zeichnet ein düsteres Bild: Im Bundesstaat Amazonas hat sich die...
weiterlesen »Im Zuständigkeitsbereich des Sonderbezirks für indigene Gesundheit Alto Rio Purus, einer dezentralen Einheit des brasilianischen Gesundheitssystems SUS, leben rund 11’000 Angehörige der indigenen Völker Apurinã, Jamamadi, Jaminawa, Kaxarari, Kaxinawá, Huni Kuin, Madiha, Kulina und Manchineri. Die Region umfasst 155 Dörfer mit jeweils zwischen 30 und 300 Einwohnern. Dort werden Sprachen...
weiterlesen »Lange Zeit wurden die Geschichten indigener Völker Brasiliens fast ausschliesslich mündlich überliefert. Mit dem Verschwinden vieler Gemeinschaften drohten auch ihre Mythen, ihr Wissen und ihre Weltbilder verloren zu gehen. Heute setzen indigene Autorinnen und Autoren bewusst auf das Schreiben, um dieses Erbe zu bewahren und selbst zu erzählen. Der Guarani-Schriftsteller...
weiterlesen »Cacique Raoni Metuktire, der 94-jährige Anführer der Kayapó, liegt weiterhin im Hospital Dois Pinheiros in Sinop, Mato Grosso. Eingewiesen wurde er am vergangenen Dienstag, nachdem er zuvor aus Peixoto de Azevedo mit starken Bauchschmerzen verlegt worden war. Untersuchungen bestätigten eine chronische traumatische Zwerchfellhernie, eine Vorerkrankung, die bereits bekannt war. Die...
weiterlesen »Mehr als 25 Jahre nachdem die Existenz des unkontaktierten indigenen Volkes, bekannt als die Kawahiva do Rio Pardo, offiziell bestätigt wurde, hat diese Woche die Demarkierung ihres Gebiets in Brasilien begonnen. Survival International drängt darauf, dass die Demarkation – nach jahrelangen Verzögerungen – angesichts von zwei unmittelbaren Bedrohungen unverzüglich abgeschlossen...
weiterlesen »Im Jahr 2019 bekam das Anliegen, indigene Sprachen zu schützen, zu stärken und wiederzubeleben, weltweite Aufmerksamkeit. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen erklärte die Jahre von 2022 bis 2032 zur Internationalen Dekade der indigenen Sprachen. Damit wurde anerkannt, wie wichtig diese Sprachen nicht nur für die Gemeinschaften selbst sind, sondern auch...
weiterlesen »Als die Zahlen veröffentlicht wurden, war das Leben längst dabei, sich zu behaupten. Im Oktober 2025 gab das brasilianische Statistikamt bekannt, dass es im Land mehr indigene Völker gibt als bisher angenommen. Unter den 86 neu identifizierten Gruppen tauchte ein Name nach Jahrzehnten der Stille wieder auf: das Volk der...
weiterlesen »Indigene versammelten sich vorgestern vor dem Gebäude des Obersten Bundesgerichts in Brasília, um die Verhandlung zu verfolgen, in der über die Rechtmässigkeit eines Gesetzes beraten wird. Dieses Gesetz verkleinerte das Gebiet des Nationalparks Jamanxim im Bundesstaat Pará, damit der Bau einer Eisenbahnlinie mit dem Namen Ferrogrão möglich wird. Zwei Richter...
weiterlesen »In seiner 22. Ausgabe steht das Acampamento Terra Livre 2026 ganz im Zeichen des Widerstands gegen den Bergbau in indigenen Gebieten und der Stärkung indigener Vertretung in der brasilianischen Politik. Aus Protest gegen gross angelegte Wirtschaftsprojekte, die traditionelle Lebensweisen und Territorien bedrohen, versammeln sich über 7’000 Indigene aus rund 200...
weiterlesen »Indigene Gemeinschaften schlagen Alarm. Die Abholzung verändert nicht nur die Landschaft, sondern greift tief in ihr kulturelles Leben ein. Besonders spürbar ist das bei der Herstellung traditionellen Kopfschmucks. Diese kunstvollen Stücke entstehen ausschliesslich aus Federn, die Vögel auf natürliche Weise verlieren. Genau diese Federn werden jedoch immer seltener. Mit einem...
weiterlesen »Mit dem Preis «Amazonasfonds – Kennen und Anerkennen» werden Projekte ausgewählt, die von indigenen Völkern, Quilombola-Gemeinschaften und weiteren traditionellen Gruppen getragen werden und sich für den Schutz ihrer Territorien und des Waldes im Gebiet der sogenannten Legal-Amazonas einsetzen. Der Preis ist eine gemeinsame Initiative der staatlichen Entwicklungsbank und des Umwelt-...
weiterlesen »Portugiesisch zu lernen war für den indigenen Anführer Nahu Kuikuro in den 1940er Jahren ein Weg, das Dorf Ipatsé, in dem er lebte, zu verteidigen. Das sagt der 43-jährige Schriftsteller Yamaluí Kuikuro Mehinaku, Autor des Buches „Herr der Worte: Die Geschichte meines Grossvaters“ Aki Oto: Api akinhagü, erschienen im Verlag...
weiterlesen »Mit Händen, die von schwarzer Farbe aus Jenipapo-Früchten bedeckt sind, führt die 26-jährige Nhak Krere Xikrin eine schmale, feine Holzleiste wie einen Pinsel über die Haut. Seit ihrer Ankunft beim Acampamento Terra Livre in Brasília in dieser Woche fällt es ihr schwer, sich auf Portugiesisch auszudrücken. Ihre Körpermalerei hingegen spricht...
weiterlesen »Mein Name ist Janiely, ich gehöre zum indigenen Volk der Truká aus Pernambuco. Ich bin 17 Jahre alt, und für mich bedeutet die Teilnahme am Acampamento Terra Livre, kurz ATL, im Jahr 2026 vor allem eines: klarzustellen, dass meine Zukunft untrennbar mit unserem Land verbunden ist. Als indigene Jugendliche warte...
weiterlesen »Reproduktion der Inhalte strengstens untersagt.
