Portugiesisch zu lernen war für den indigenen Anführer Nahu Kuikuro in den 1940er Jahren ein Weg, das Dorf Ipatsé, in dem er lebte, zu verteidigen. Das sagt der 43-jährige Schriftsteller Yamaluí Kuikuro Mehinaku, Autor des Buches „Herr der Worte: Die Geschichte meines Grossvaters“ Aki Oto: Api akinhagü, erschienen im Verlag...
weiterlesen »Mit Händen, die von schwarzer Farbe aus Jenipapo-Früchten bedeckt sind, führt die 26-jährige Nhak Krere Xikrin eine schmale, feine Holzleiste wie einen Pinsel über die Haut. Seit ihrer Ankunft beim Acampamento Terra Livre in Brasília in dieser Woche fällt es ihr schwer, sich auf Portugiesisch auszudrücken. Ihre Körpermalerei hingegen spricht...
weiterlesen »Mein Name ist Janiely, ich gehöre zum indigenen Volk der Truká aus Pernambuco. Ich bin 17 Jahre alt, und für mich bedeutet die Teilnahme am Acampamento Terra Livre, kurz ATL, im Jahr 2026 vor allem eines: klarzustellen, dass meine Zukunft untrennbar mit unserem Land verbunden ist. Als indigene Jugendliche warte...
weiterlesen »Indigene aus allen Regionen des Landes trafen am Sonntag im Eixo Cultural Ibero-Americano im Zentrum der Hauptstadt ein, wo die 22. Ausgabe des Treffens bis Samstag stattfindet. Erwartet werden zwischen 7.000 und 8.000 Teilnehmende, darunter Indigene und Unterstützerinnen und Unterstützer. Organisiert wird die Veranstaltung von der Articulação dos Povos Indígenas...
weiterlesen »Mitten im Süden des brasilianischen Bundesstaates Rondônia entsteht ein Nationalpark, der mehr ist als nur ein neues Schutzgebiet auf der Landkarte. Das Areal Tanaru, einst Lebensraum des letzten Überlebenden eines ausgelöschten indigenen Volkes, soll künftig als streng geschütztes Gebiet ausgewiesen werden. Damit reagiert der Staat verspätet auf ein Verbrechen, das...
weiterlesen »Ein Mann aus dem Volk der Marubo ist im brasilianischen Amazonasgebiet überfallen, gefesselt und in einem Fluss ausgesetzt worden. Nach Angaben der indigenen Vertretung im Javari-Tal wurde das Opfer erst mehr als 24 Stunden nach der Tat gefunden. Der Vorfall ereignete sich Anfang der Woche im indigenen Schutzgebiet Vale do...
weiterlesen »Zwei Jahre nach der Räumung illegaler Siedler kehrt das indigene Volk der Parakanã schrittweise in sein Territorium im Südosten des brasilianischen Bundesstaates Pará zurück. Die gross angelegte Vertreibungsaktion wurde 2024 abgeschlossen. Doch auch wenn die letzten Eindringlinge offiziell das Gebiet verlassen haben, sind die Folgen jahrzehntelanger illegaler Besiedlung und Landnahme...
weiterlesen »Die Ankündigung erfolgte während eines Besuchs in einer indigenen Gemeinde im Amazonasgebiet. Dort wurde betont, dass soziale Ungleichheit in Brasilien nach wie vor stark ausgeprägt ist und sich besonders im Bildungsbereich zeigt. Gegenüber den indigenen Völkern bestehe eine historische Verantwortung, die lange vernachlässigt worden sei. Die neuen Schulen sollen nicht...
weiterlesen »Angesichts eines besorgniserregenden Anstiegs von Keuchhustenfällen unter Kindern hat die brasilianische Regierung ihre Präsenz im indigenen Territorium der Yanomami deutlich ausgebaut. Das Gesundheitsministerium entsandte ein Notfallteam zur sogenannten Basis Surucucu in der Terra Indígena Yanomami im Bundesstaat Roraima. Die am Mittwoch bekannt gegebene Massnahme ist eine direkte Reaktion auf acht...
weiterlesen »Das brasilianische Gesundheitsministerium will die medizinische Begleitung indigener Kinder deutlich ausbauen. Am Montag, dem 19., stellte das Sondersekretariat für indigene Gesundheit Sesai ein neues Modul zur Überwachung der frühkindlichen Entwicklung vor. Es ist Teil des nationalen Systems für indigene Gesundheitsversorgung, das Gesundheitsdaten indigener Bevölkerungsgruppen erfasst, verwaltet und für Fachstellen zugänglich...
weiterlesen »Die Geschichte der Gewalt gegen indigene Völker lässt sich nicht nur an Vertreibungen, Massakern und Enteignungen ablesen, sondern auch am schleichenden Verschwinden ihrer Sprachen. Über Jahrhunderte hinweg wurde nicht nur Land genommen, sondern auch Wissen, Identität und kulturelles Gedächtnis ausgelöscht. Der Verlust indigener Sprachen ist Teil dieses Prozesses und keine...
weiterlesen »Die globale Klimasituation und ihre Folgen haben den Amazonas in den Mittelpunkt der Debatte über die Zukunftsmöglichkeiten gerückt. Der umfangreiche Bericht des Wissenschaftlichen Gremiums für den Amazonas (SPA) informiert darüber, dass der größte Regenwald der Welt weiterhin als Expansionsgebiet für neo-extraktives und agroindustrielles Kapital genutzt wird, aber auch, dass es...
weiterlesen »Brasilien gilt weltweit als das Land mit der höchsten Zahl indigener Gruppen, die bewusst abgeschieden leben. Offiziell erfasst die zuständige staatliche Indigenenbehörde landesweit 115 solcher Völker. Anerkannt und bestätigt sind davon jedoch lediglich 29. Die grosse Mehrheit, rund drei Viertel, befindet sich weiterhin in einem Schwebezustand, irgendwo zwischen Vorprüfung, technischer...
weiterlesen »Die brasilianische Behörde für indigene Angelegenheiten (Funai) hat am Sonntag (16.) den Tod eines Angehörigen der Guarani Kaiowá bestätigt. Er wurde bei einem bewaffneten Angriff auf das Gebiet Pyelito Kue im Landkreis Iguatemi, im Süden von Mato Grosso do Sul, erschossen. In einer Mitteilung äußerte die Behörde „tiefes Bedauern“ über...
weiterlesen »Mit dem Ruf „Wenn der Wald stirbt, stirbt auch unser Leben“ zogen am Donnerstagnachmittag (13.) Hunderte Vertreterinnen und Vertreter von Sammelgemeinschaften aus verschiedenen brasilianischen Biomen durch die Straßen von Belém. Sie machten sich stark für ihre territorialen Rechte und für die Bedeutung der nachhaltigen Nutzungsreserven, jene Gebiete, die eine Schlüsselrolle...
weiterlesen »Reproduktion der Inhalte strengstens untersagt.
