Hauskauf in Brasilien – eine lockende Option

Zuletzt bearbeitet: 22. August 2022

Vor allem angesichts der für fast ein Jahrzehnt niedrigen Zinsen und jetzt, da im Gegenzug die drohende Rezession anrollt, schauen Sparer ungewissen Zeiten entgegen. Entsprechend suchen die Menschen nach alternativen Anlagemöglichkeiten. Viele entscheiden sich dafür, in Immobilien zu investieren. Aber der deutschsprachige Markt ist immer noch deutlich überbewertet. Böse Zungen sprechen, nicht mit Unrecht, bereits über eine Immobilienblase.

Damit sich Immobilien langfristig rentieren, müssen sie folglich in einem Land mit niedrigen Immobilienpreisen und wirtschaftlichem Entwicklungspotenzial erworben werden. Brasilien ist so ein Land! Menschen, die eine Immobilie in Brasilien kaufen, profitieren überdies auch von einem wunderschönen Land mit schönen Stränden und gutem Wetter. Da muss dann halt jeder selber wissen, ob er investieren oder auswandern will.

Wie läuft der Hauskauf in Brasilien?

Grundsätzlich können Ausländer in Brasilien eine Immobilie kaufen oder eine Immobilie verkaufen. Es gibt nur wenige Einschränkungen für Ausländer in Brasilien, die für den durchschnittlichen Käufer von Eigenheimen jedoch kaum von Belang sein dürften. Sollten sich ausländische Käufer für den Kauf einer Eigentumswohnung, eines Hauses oder eines Grundstücks interessieren, sind Sie von diesen Einschränkungen in aller Regel nicht betroffen und können frei wählen. Gerade wenn Sie zum ersten Mal eine Immobilie in Brasilien kaufen, sollten Sie einen Rechtsanwalt konsultieren, um für einen rechtskonformen Erwerb zu sorgen.

Wird eine Immobilie zwischen Einheimischen verkauft, unterzeichnen in der Regel nur die beiden Parteien einen Vertrag. Doch selbst wenn der Vertrag auch vor einem Notar unterzeichnet wurde, wird der Eigentumsübergang nicht automatisch ins Grundbuch eingetragen. Dies sollten Sie als Ausländer beim Immobilienkauf in Brasilien unbedingt separat veranlassen!

Unterschiede mit Blick aufs Grundbuch

Beim Immobilienkauf in Brasilien sollten Ausländer vor allem darauf achten, eine Immobilie mit „Escritura“ zu wählen. Das bedeutet, dass die Immobilie vollständig im Grundbuch eingetragen ist. Zuständig dafür ist der Notar namens Cartório. Dieses Notariat begleitet den gesamten Prozess des Immobilienkaufs bis zur Weiterleitung aller Unterlagen an das Grundbuchamt, das die Grundbucheintragung durchführt. Ein großer Unterschied in Brasilien ist überdies, dass beglaubigte Einblicke in die Grundbücher (denn derer gibt es 5) keines außerordentlichen Grundes bedarf. Denn die Grundbücher sind in Brasilien öffentlich!

Die „Escritura“ ist übrigens nur ein partieller Grundbuchauszug. Den kompletten beglaubigten Grundbuchauszug nennt man hingegen „certidao da matricula do imovel“.

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