Senioren aus der ganzen Welt treten in Brasilien zur Leichtathletik-WM an

„Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“ heisst es im Schlager von Udo Jürgens. Damit liegt der Sänger richtig, wie die “Masters Leichtathletik WM” in der südbrasilianischen Stadt Porto Alegre zeigte. Vom 16. bis zum 27. Oktober traten dort über 4.000 Teilnehmer aus 82 Ländern an, um sich in den verschiedensten Disziplinen der Leichtathletik zu messen. Das besondere daran: die Teilnehmer waren zwischen 35 und 99 Jahre alt.

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Aus Portugal, Holland, Uruguay, Mexiko und sogar Indien reisten die Senior-Athleten an. Dabei waren ebenso Sportbegeisterte aus Deutschland, wie die 70-Jährige Hannelore Venn, die am 100-Meter-Lauf und 200-Meter-Lauf teilnahm. Aber auch Brasilianer mischten sich unter die Konkurrenz. Yoshiyuki Shimizu, der zwar in Japan geboren wurde, aber in der Nähe von São Paulo aufwuchs, holte sich den Titel in der Königsdisziplin über 100 Meter. Er ist nun der schnellste Sprinter der Welt – in der Altersklasse 85 bis 90 Jahre.

Zwanzig Mal wurde die Masters-Weltmeisterschaft bereits ausgetragen, zum ersten Mal fand sie allerdings in einem südamerikanischen Land statt. Für den Austragungsort Porto Alegre war es die grösste internationale sportliche Veranstaltung der vergangenen 50 Jahre und für viele Teilnehmer war es ein ganz besonderes Ereignis. Sie nutzten die Gelegenheit nicht nur, um sich sportlich mit anderen zu messen. Vielmehr besuchten sie ebenso die zahlreichen anderen touristische Ziele Brasiliens wie die in der Nähe gelegene Stadt Gramada, die von italienischen Einwanderern geprägt ist. Aber auch die einzigartigen Wasserfälle in Foz do Iguaçu und das weltberühmte Rio de Janeiro standen ganz oben auf der Reiseagenda vieler Sportler.

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AutorIn: Gabriela Bergmaier Lopes · Bildquelle: Tiago Da Silveira Garcia

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