Gewalttätige Fussball-Fans werden an der Einreise zur WM in Brasilien gehindert

Tânia Rêgo-ABrDie Regierung hat gestern (10.06.) einen Erlass veröffentlicht, der die Einreise von Personen verbietet, die auf der Liste des “Sistema Nacional de Procurados e Impedidos“ als “Mitglieder einer in Gewalt innerhalb von Stadien verwickelten Zuschauergruppe“ bei WMs aufgeführt sind. Der Text, unterzeichnet vom Justiz-Minister José Eduardo Cardozo, ist nachzulesen im offiziellen “Diário Oficial“ der Union.

Diese Massnahme wird von allen Beamten angewendet, die für die Kontrollen an Brasiliens Grenzen verantwortlich sind, sowie von den Kontrollbeamten der Einwanderungsbehörden in den Häfen und internationalen Airports.

Am Montag (09.06.) hat die Polizei auf dem internationalen Airport von Cumbica (São Paulo) bereits die Einreise eines Argentiniers verhindert, dessen Name auf einer Liste von Mitgliedern der Gruppe “Barra Brava“ stand, bekannt durch ihre gewalttätigen Aktionen während Fussballspielen in Argentinien.

Dieser Tourist bestieg das Flugzeug um 9:00 Uhr in der argentinischen Stadt Rosário mit Ziel auf Rio de Janeiro. Bei der Einwanderungskontrolle in Rio wurde er als Mitglied auf der Liste der Gruppe “Barra Brava“ identifiziert – wenig später gegen 22:00 Uhr wurde der Argentinier in sein Land zurück geschickt.

Die Liste wurde durch Interpol nach Brasilien weitergeleitet – es besteht eine internationale Kooperation zwischen der Polizei aller an der WM teilnehmenden Länder und Brasilien mit dem Ziel, Gewaltakte während der WM-Partien zu verhindern.

Bereits verurteilte Ausländer oder solche, die in Denunzierungen bezüglich Pornografie oder sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen verwickelt waren, können ebenfalls nicht mehr nach Brasilien einreisen. Diese Regeln werden bereits auf die Besucher der WM angewendet.

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