Abschied aus der Nationalelf: Brasilien feiert seine Fußballgigantin Formiga

Sie hat das Trikot der Nationalelf so oft getragen wie kein anderer und keine andere. 234 Mal ist die Brasilianerin Formiga bei Länderspielen angetreten. Bei sieben Olympiaden war sie dabei und ebenso bei sieben Fußballweltmeisterschaften. Gesetzt hat die 43-jährige Fußballerin damit einen weltweiten Rekord, sowohl unter Frauen als auch unter Männern. Jetzt hat sie sich offiziell verabschiedet.

Abschied Formiga – Foto: Thais Magalhaes/CBF

Über 26 Jahre hinweg war Formiga mit der Trikotnummer fester Bestandteil der brasilianischen Frauenelf. Am Donnerstag (25. November) ist sie in der Arena in Manaus beim Spiel gegen Indien zum letzten Mal für Brasilien angeteten.

Etliche Athleten aus der ganzen Welt haben ihr zum Abschied die Ehre erwiesen. Fußballkönigin Marta flog eigens aus den USA ein, um ihrer Mitstreiterin die Referenz zu erweisen und einen Blumenstrauß zu überreichen. Fußballegende Pelé gratulierte ihr mit einem “Viva, Formiga!“.

Der brasilianische Fußballverband CBF hatte sein Hauptgebäude in Rio de Janeira mit einem Dankesplakat an Formiga geschmückt und ein Video mit den wichtigsten Momenten des Frauenfußballs ausgestrahlt, zu dem Formiga enorm beigetragen hat. Im Trainingszentrum in Manaus ist sie mit einem Feuerwerk empfangen worden und mit gigantischen Plakaten mit ihrem Konterfei.

Ihr größtes Geschenk aber war die Anwesenheit ihrer Mutter, Dona Celeste, im Stadion in Manaus. Zum ersten Mal hat sie eine Flugreise angetreten, um ihre Tochter für die Amarelhina spielen zu sehen.

Eigentlich heißt die 1978 in Salvador da Bahia geborene Formiga (Ameise) mit bürgerlichen Namen Miraildes Maciel Mota. Mit Fokus, Entschlossenheit und Engagement, wie Ex-Fußballstar Cafu es ausgedrückt hat, hat sie Fußballgeschichte geschrieben.

Abschied Formiga – Foto: Thais Magalhaes/CBF

Zu dieser will sie auch weiter beitragen, zwar nicht direkt für die Seleção der Frauen, aber für den Nachwuchs, wie sie bei ihrem Abschied versprochen hat.

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AutorIn: Gabriela Bergmaier Lopes

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