14. Dezember – Internationaler Tag der Primaten

Das Fest wurde im Jahr 2000 von den amerikanischen Cartoonisten Casey Sorrow und Eric Millikin als Scherz erfunden, als sie noch Studenten waren. Das Datum war zwar nicht offiziell, gewann jedoch an Popularität und wird heute weltweit gefeiert, um auf die Erhaltung dieser Primaten aufmerksam zu machen.

Gehaubter Kapuziner-Affe – Foto: sabiá brasilinfo

Affen sind wichtige Lebewesen für die Erhaltung der Wälder. Sie leben in geschützten Gebieten und verbreiten nach der Nahrungsaufnahme Samen verschiedener Pflanzenarten, die für die Erhaltung gesunder Wälder unerlässlich sind. Man schätzt, dass es auf der Erde etwa 200 Affenarten gibt.

Trotzdem sind 120 von ihnen vom Aussterben bedroht, vor allem aufgrund der Verringerung ihres Lebensraumes, aber auch durch die Jagd und den illegalen Handel mit Wildtieren. Allein in Brasilien gibt es mehr als 30 bedrohte Affenarten.

Das Verschwinden dieser Tiere in der Natur kann z. B. zum Verlust der Samenverbreitung führen. Daher ist es äußerst wichtig, dass es neben der Unterstützung der Bevölkerung auch Programme zum Schutz der Affen gibt.

Die 2014 gegründete Kommission “Pró-Primatas Paulistas“ hat sich zum Ziel gesetzt, Respekt, wissenschaftliche Erkenntnisse, die Erhaltung und Wiederherstellung dieser Arten in ihrem natürlichen Lebensraum, sowie die Umwelterziehung, zu fördern.

Unter der Koordination des Sekretariats für Infrastruktur und Umwelt bringt “Pró-Primatas“ Regierung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um Maßnahmen zum Schutz der Primaten umzusetzen. Alle zehn im Bundesstaat São Paulo heimischen Affenarten sind Gegenstand von Aktionen des “Pró-Primatas“-Ausschusses.

Darüber hinaus gibt es auch Maßnahmen zur Reduzierung potenziell invasiver Arten. Potenziell invasive Arten sind solche, die in einer bestimmten Region nicht natürlich vorkommen, sondern an Orten ausgesetzt werden, die nicht ihrem natürlichen Lebensraum entsprechen. Es ist wichtig, daran zu denken, dass selbst ein Affe, der im atlantischen Wald von Bahia lebt, nicht im atlantischen Wald von São Paulo freigelassen werden sollte, da es in jeder Region ein anderes Nahrungsangebot und andere Raubtiere gibt.

Wenn Sie zum Beispiel eine Art aus einer anderen Region in einen Wald in São Paulo einführen, sind Sie für die Nahrungskonkurrenz zwischen der einheimischen und der eingedrungenen Art und sogar für die Erzeugung von Hybridnachkommen verantwortlich. So geschehen mit dem Weißbüscheläffchen: Die Art ist im Nordosten Brasiliens beheimatet und wurde illegal als Haustier nach São Paulo gebracht.

Abgesehen davon, dass sie illegal sind, verhalten sich Wildtiere nicht wie Haustiere, was häufig dazu führt, dass diese Tiere nach Bissen oder anderen Vorfällen in dem Versuch, sie zu zähmen, wieder freigelassen werden. In den Wäldern ausgewildert, konkurrieren sie mit anderen heimischen Tieren, wie z. B. dem Seidenäffchen, das aus diesem Grund in einigen Regionen selten geworden ist.

Um den Schutz der Affen zu unterstützen, ist es wichtig, Forschungsprojekte, ökologische Wiederherstellung und Umwelterziehung zu fördern. Sie können auch einen Beitrag leisten, indem Sie den illegalen Handel anprangern und vor den Risiken warnen, die der illegale Besitz von Tieren mit sich bringt.

Sagui-Affe – Foto: sabiá brasilinfo

Eine weitere Möglichkeit, das Projekt zu unterstützen, besteht darin, die Affen in ihrem natürlichen Lebensraum nicht zu füttern, weil dadurch Krankheiten sowohl vom Tier auf den Menschen, als auch vom Menschen auf das Tier, übertragen werden können und den Affen außerdem verschiedene andere Schäden zugefügt werden.

Sie können auch dazu beitragen, indem Sie Aktionen zur Umwelterziehung fördern, damit mehr Menschen davon erfahren.

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AutorIn: Klaus D. Günther

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