Naturschauspiel: Dunkler Fleck vor Küste Rio de Janeiros

Foto: Andrea Izzotti/Fotolia.com
Vor der Küste Rio de Janeiros tauchen derzeit täglich schwarze Flecken auf. Dieses Mal sind es aber keine Ölteppiche oder Abwasser, sondern Sardinen, die im seichten Wasser dunkle Wolken bilden und auch die sich ihnen nähernden Badegäste umhüllen. Schuld daran ist ein Naturphänomen, wie Biologen erklären.

Die Sardinenschwärme sind eigentlich ein sich jährlich wiederholendes Phänomen. Derzeit sind sie jedoch besonders augenfällig. Weil es kaum regnet, wird kaum Müll über die Zuflüsse in die Bucht getrieben und ist das Wasser glasklar.

Wegen der momentan vorherrschenden hohen Temperaturen bläst der Wind zudem derzeit vom Meer aus zum Festland und bringt sauberes und warmes Wasser mit sich. In dem ruhigen und karibisch anmutenden Meer am Strand von Barra da Tijuca sind die Sardinenschwarme dieses Jahr deshalb besonders gut zu sehen.

Für Badegäste und Touristen bieten sie ein besonderes Spektakel. Sie nutzen dieses, um die dunklen, sich ständig ändernden Fischflecken im seichten Wasser zu fotografieren oder sich selbst mit ihnen auf einem Selfie zu verewigen.

Laut den Biologen handelt es sich um „sardinha cascuda“ (Harengula clupeola), dem falschen Hering. Der ist in Brasilien als Speisefisch zwar nicht besonders beliebt. Etliche Strandgäste nutzen die ungewöhnlichen Fischmassen dennoch, um mit aus T-Shirts improvisierten Netzen ein Abendbrot zu fangen.

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AutorIn: Gabriela Bergmaier Lopes

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