Berühmte Christusstatue Rio de Janeiros erhält im Süden des Landes Konkurrenz

Die berühmte Christusstatue, die über Rio de Janeiro ihre Arme ausbreitet, bekommt Konkurrenz. Etwa 144 Kilometer von der südbrasilianischen Stadt Porto Alegre entfernt wird derzeit an einer Christustatue gebaut, die noch größer als die der Cidade Maravilhosa sein soll.

Cristo Redentor Munizip Encantado – Foto: Associação Amigos do Cristo Protetor

Begonnen wurde mit dem Bau der Statue 2019. Einmal fertig, soll sie 37 Meter hoch sein und damit höher als die berühmte Statue in Rio de Janeiro, die vor 90 Jahren eingeweiht worden ist und 30 Meter misst.

Nach Fertigstellung wird sie die höchste Christus-Statue Brasiliens und die dritthöchste der Welt sein, hinter dem Cristo Rei in Polen mit 52 Metern und dem Cristo de La Paz in Mexiko, der sich ebenfalls im Bau befindet und 72 Meter hoch sein wird.

Gebaut wird sie im 23.000 Einwohner zählenden Munizip Encantado von der Vereinigung Cristo Protetor. Die Statue soll einmal den gleichen Namen tragen, Christus der Beschützer. Der breitet seine Arme über dem Tal Vale do Taquari aus und gilt schon jetzt als touristische Attraktion.

Eine Besonderheit ist, dass die Besucher die Statue nicht nur von außen bewundern können. Im Inneren der Statue wird vielmehr ebenso an einem Aufgang gebaut. Über den gelangen sie zu einer Aussichtsplattform auf Brusthöhe des Christus, von wo aus sie das Tal und die gebirgige Landschaft überblicken können.

Die Idee geht auf Pater João Granzotto zurück. Der hat sich 2016 an einen Stadtrat Encantados gewandt, weil er befand, dass es doch schön wäre, wenn der Glaube der Bevölkerung durch ein Monument repräsentiert würde.

Die Kosten des Baus werden auf zwei Millionen Reais geschätzt (umgerechnet derzeit etwa 300.000 Euro), die von Geschäftsleuten und Privatpersonen gespendet wurden.

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AutorIn: Gabriela Bergmaier Lopes

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