Olympiade Tokio – Freitag 6. August: Volleyballerinnen spielen sich trotz Dopingverdacht ins Finale

Olympiade Tokio aus brasilianischer Sicht

Hallen Volley: Ohne Tandara ins Finale
Nur wenige Stunden vor dem Spielbeginn im Halbfinale musste das Frauenteam einen harten Schlag hinnehmen. Titelspielerin Tandara Caixeta wurde überraschend gesperrt. Nach einer Mitteilung der Brasilianischen Dopingkontrollbehörde (ABCD) an das Brasilianische Olympische Komitee (COB) bestehe ein möglicher Verstoß gegen Anti-Doping Bestimmungen.

Frauen-Volleyball – Foto: Gaspar Nobrega/COB

Der Verdacht bezieht sich auf einen Test, der am 7. Juli und damit vor Olympiabeginn gemacht worden war. Aussagen dazu welche Substanz in den Proben gefunden worden sind und über eine Contraprobe wurden von der Behörde nicht gemacht.

Die Nachricht von der Sperrung traf am Freitagmorgen ein. Am Abend trat das Volleyballteam Brasiliens dann schon im Halbfinale gegen Südkorea an. Tandara ist eine der wichtigsten und erfahrensten Spielerin des südamerikanischen Landes. Sofort wurden deshalb auch Befürchtungen über das Weiterkommen der Brasilianerinnen laut, als der Dopingverdacht bekannt geworden ist.

Doch Tandaras Teamkollegen schien die plötzliche Entscheidung anzuspornen. Sie erspielten wütend und angriffslustig einen Sieg mit 3:0 Sätzen gegen Südkorea, der in Brasilien schon fast wie ein Olympiasieg gefeiert wurde. Gesichert haben sich die Volleyballerinnen damit schon die Silbermedaille. Jetzt werden sie im Finale gegen das Team aus den USA antreten und hoffen darauf, das Silber in Gold umzuwandeln.

Kanu C1 1000 Meter: Mit Wut zur Spitzenleistung
Wütend war auch Isaquias Queiroz. Beim Kanudoppel 1000 Meter waren er und sein Partner Jacky Godmann im Finale nur knapp am dritten Platz gescheitert. Bei der Individualprobe wollte er das wieder wettmachen. Im Halbfinale ließ er die Athleten der anderen Länder weit hinter sich und ruderte als erster über die Ziellinie. Auch er hofft nun im Finale einen Platz auf dem Siegerpodium zu erringen.

Kanu Isaquias Queiroz – Foto: Gaspar Nobrega/COB

20 Km Gehen: Strafminuten im Endspurt lassen Bronzetraum platzen
Beinahe hätte Erica Sena beim 20 Kilometer Gehen Bronze für Brasilien geholt. Von Anfang an war sie im vorderen Feld dabei. In den letzten Runden hatte sie dann lediglich zwei Mitstreiterinnen vor sich. Die Bronzemedaille war schon zum Greifen nahe.

Nur noch 400 Meter fehlten bis zur Ziellinie, als Erica ansetzen wollte, die zweitplatzierte Sandra Lorena Arenas (Kolumbien) zu überholen. Diese war langsamer geworden und fast sah es so aus, als würde die Brasilianerin Silber erringen können. Dazu kam es nicht.

Erica Sena wurde wegen einer nicht zugelassenen Bewegung mit zwei Strafminuten belegt und der Traum von Bronze oder Silber zerplatzte. Mit den Strafminuten rutschte die Brasilianerin auf den elften Platz ab.

© 2003-2021 BrasilienPortal by sabiá brasilinfo
Reproduktion der Inhalte strengstens untersagt.
AutorIn: Gabriela Bergmaier Lopes

Letzte News

Brief aus Amazonien…

…an die Präsidenten der neun Länder Amazoniens und alle führenden Politiker der Welt, die für die